Sonntag, 3. Oktober 2010

Wer ist der Brutus unter den Diadochen

Auch wenn beide historischen Ereignisse zeitlich weit auseinanderliegen, gibt es aus aktueller Sicht, vielleicht kann man es sogar spätrömische Dekadenz nennen, doch einige Parallelen.
Berlusconi ist ein "Caesar der Kommunikationsmainipulation" und ein "Caesar der Korruptionsexzellenz" und Fini und Bossi und Bocchino gerieren sich schon jetzt wie Diadochen, obwohl der von ihnen selbst auserkorene Duceverschnitt noch relativ vital erscheint.
Aber seine Zeit ist gekommen, eigentlich ist seine Haltbarkeitsdauer schon lange überschritten und er ist inzwischen alt und noch seltsamer als je zuvor.
Wenn es die demokratische Linke oder die liberalen Demokraten nicht schaffen, den bauernschlauen Großkommunikator zu stürzen, dann müssen es seine Spießgesellen in die Hände nehmen, Veränderungen zu schaffen, auch wenn diese nicht sehr volksfreundlich ausfallen werden. Es ist höchste Zeit, dass sich im Berlusconiland endlich was tut, inzwischen nehmen Wissenschaftler sogar schon an, dass sich vielleicht die Gene der Italiener verändert haben könnten.
Es erscheint allen Kennern Italiens ohnehin seltsam, dass sich diese korrupte Politik, die sich wie ein Wolf im Schafspelz in Italien breit gemacht hat, so lange halten konnte. Ein Land dieser freiheitsverliebten und linken Tradition, die aus einer großen Kultur erwachsen ist, die sich über Jahrhunderte zu einem faszinierendem Staatsgebilde entwickelt hat, hat all die selbstherrlichen Politclowns in keinster Weise verdient.

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